Effektiv werben: Die sieben Säulen einer Native-Advertising-Kampagne
Wie Sie Native Ads auf eine erfolgreiche Grundlage stellen

Native Advertising gilt als eine der vielversprechendsten Marketing-Techniken für große wie kleine Unternehmen. Dafür sprechen einige Gründe. Grundsätzlich reagieren die Menschen stärker auf „Werbung im bekannten Umfeld“ als auf traditionelle Formate. Und die Verbreitung der Werbeform native Ads nimmt zu. Experten sagen für die kommenden vier Jahre voraus, dass Werbende weltweit 25 Prozent des Marketingbudgets von herkömmlicher Werbung zum Native Advertising verschieben werden.

Spannende Aussichten – doch wie geht man eine Native-Advertising-Kampagne am besten an? In der Regel sind Marketing-Kampagnen ja einzigartig. Gibt es dennoch gewisse feste Regeln, die sich für jede Marke und jedes Unternehmen in der Praxis anwenden lassen? Die Antwort ist Ja. Und sich an diese Grundsätze zu halten, sichert und stärkt die Wirkung jeder nativen Kampagne.

Die sieben Säulen einer Native-Advertising-Kampagne - Airmotion Media© Foto: venimo/Shutterstock

 

Unsere sieben Säulen für das Native Advertising sollen Ihnen hierbei eine nützliche Stütze sein:
 

1. Die passende Plattform auswählen

Grundlegend ist die gut durchdachte Auswahl der Plattform(en), auf denen Native Advertising stattfinden soll. Sie sollte(n) von den gewünschten Zielgruppen besucht und genutzt werden. Unternehmen optimieren den Werbeeffekt, wenn sie ihre Inhalte möglichst genau an diese „Medien erster Wahl“ anpassen (was ist dort Usus? – siehe auch 3.). Von Vorteil ist es, selbst über die notwenigen Tools für die Anzeigengestaltung zu verfügen. Sollte dies zu unübersichtlich oder umfassend werden, so bietet sich die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister an.
 

2. In Qualität investieren

Native Advertising sollte inhaltlich hochwertig sein. Denn es zahlt sich aus, den Menschen einen (Mehr-)Wert bereitzustellen – oder anders gesagt: Die Resonanz hängt davon ab, wie nützlich der Content für die Zielgruppen ist. Um dieses Interesse herauszufinden, lohnt es sich, die Zielplattform zu analysieren. Je nach ihrer Komplexität erfordert dies spezielle Auswertungen, etwa eine Trendübersicht. Damit gewinnen Unternehmen wertvolle Erkenntnisse für die Ausrichtung der Kampagne.
 

3. Content stimmig gestalten – für Leser und Plattform

Die Zielgruppen zu kennen, reicht allein nicht aus, um mit einer Native-Advertising-Kampagne erfolgreich zu sein. Vielmehr sollte sich der optimale Werbeinhalt bezüglich Form, Funktion und Gefühl nahtlos in die Inhalte des gewählten Mediums einfügen. Wer diesen Content gestaltet, berücksichtigt daher idealerweise den Stil der Plattform und erreicht so eine stimmige Tonalität – die auch beim Leser ankommt (sofern die Werbung als solche auch eindeutig für ihn gekennzeichnet ist!).
 

4. Weniger ist mehr: Sparsamkeit beim Namedropping

Kennt das Publikum die eigene Marke noch nicht, bringt es wenig, diese fortwährend zu nennen. Ein solches Handeln kann das Publikum sogar abschrecken. Sinnvoller ist es, wertvollen, weiterführenden Content zu liefern. Dabei lässt sich die eigene Marke dezent einbringen, etwa durch das Verlinken auf die Landingpage der Kampagne oder einen thematisch passenden Bereich der eigenen Website. Über das Einbinden des Logos ins Anzeigendesign können Unternehmen subtil auf das Branding hinweisen.
 

5. Ansprechend auftreten: Design und Mobilfreundlichkeit

Auf Design und Usability kommt es genauso an wie auf die Qualität des Contents. Form und Funktion sollten so gestaltet sein, dass sie zur gewünschten Plattform passen. Neben diesem möglichst nahtlosen Einfügen in die gastgebende Umgebung ist auch die Optimierung für Mobilgeräte von großer Bedeutung: Immer mehr Menschen konsumieren die für sie interessanten Kanäle und Inhalte „unterwegs“ (gerade im Bereich Social Media). Auch mobile User sollten den nativen Content problemlos anschauen können.
 

6. Zum Handeln anregen

Markant platzierte und gestaltete Call-to-Actions (CTA) regen die Plattform-Besucher zu weiteren Handlung an. Solche konkreten Appelle zu integrieren ist entscheidend, denn oft führt erst diese zusätzliche Ermunterung zum gewünschten Ergebnis (dem Klick!). Idealerweise ist ein CTA kurz und bringt die Aussage auf den Punkt. Falls die Entscheidung für einen Slogan schwer fällt, bietet es sich an, verschiedene Varianten zu testen. So können Unternehmen herausfinden, welche Botschaft wie besonders gut ankommt.
 

7. Testing und Optimierung nach dem Launch

Beim Native Advertising zählt der gesamte Eindruck – inklusive aller Details. Daher sollten Sie die Kampagne nach dem Launch ausführlich testen und eventuelle Fehler korrigieren. Dies gilt für Content, Design, Headlines, Slogans und – sofern vorhanden – die Landingpage. Wer die Wirkung all dieser Komponenten misst und optimiert, sichert den Erfolg seiner Kampagne.
 

Fazit

Eine Kampagne mit Native Ads durchzuführen, mag auf den ersten Blick komplex erscheinen. Doch keine Angst: Mit dem nötigen Basiswissen, zu dem diese sieben Säulen einer erfolgreichen Native-Advertising-Kampagne beitragen sollen, lässt sich „gefahrlos“ attraktive native Werbung gestalten. Und wenn alle Stricke reißen, besinnen Sie sich auf den zentralen Praxistipp:
Die Anzeige sollte einfach möglichst gut in ihrem Zielmedium aufgehen – drehen Sie mental den Spieß um und betrachten Sie das Ganze einmal aus der Perspektive des Users. Würden Sie selbst auf das klicken, was Sie anbieten?
 

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