Heute schon ein Online-Video angesehen? Falls ja, befinden Sie sich in guter Gesellschaft: Videos sind so beliebt wie nie zuvor. Die einen wollen dabei einfach nur entspannen, die anderen etwas auf angenehme Weise lernen. Unternehmen setzen ebenfalls immer mehr auf Video Marketing. In keinem anderen Format lassen sich Inhalte so kompakt und anschaulich transportieren. Passen Videos auch im B2B-Marketing? Auf jeden Fall! Wir zeigen Ihnen, warum und worauf Sie dabei achten sollten.

© Foto: Gorodenkoff/Shutterstock

Video läuft

Die Technik macht es möglich: Jeder kann heute schnell und unkompliziert mit seinem Smartphone Videos drehen und verschicken. Ob schöne Landschaften im Urlaub oder die ersten Schritte des Nachwuchses – Fotos sind schön, bewegte Bilder noch besser, um die Begeisterung mit anderen zu teilen. Videos sind nicht mehr das Privileg eines teuren Filmstudios, sondern Alltag. Es ist die Ausdrucksform unserer Zeit.

Zwei Drittel der Endverbraucher informieren sich ganz allgemein inzwischen lieber über ein kurzes Video, anstatt einen Artikel zu lesen, zeigt eine aktuelle Umfrage von Wyzowl. Videos sind nicht nur ein beliebtes Medium, sie bleiben auch länger im Gedächtnis und wirken überzeugender als ein (bebilderter) Text. Der Film vermittelt den Eindruck, dass etwas authentisch. Es lässt uns Menschen und ihr Umfeld ganzheitlich wahrnehmen, wir “sehen” uns in gleichartigen Situationen und identifizieren uns mit den handelnden Personen.
 

Bewegtbild im Marketing

Im B2C ist Video Marketing längst angekommen: 85 Prozent der Unternehmen nutzen laut Wyzowl im Jahr 2020 Videos für ihr Marketing. Viele davon richten sich direkt an die Verbraucher, die dies auch dankbar annehmen: 96 Prozent von ihnen haben schon einmal ein Erklärvideo angesehen, um sich über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu informieren. Und ganze 86 Prozent der Kunden wünschen sich in Zukunft noch mehr Markenvideos. Diese hohe Nachfrage trägt auch Früchte: 80 Prozent der befragten Marketer der Wyzowl-Studie gaben an, ihr Verkaufserfolg sei durch den Einsatz von Videos gestiegen.

Und im B2B? Dass auch Entscheider in Unternehmen die Videos potenzieller Geschäftspartner ansehen und darauf reagieren, zeigte schon vor gut einem Jahrzehnt eine Untersuchung von Forbes. Inzwischen ist die “Video-Analyse” von Firmen untereinander Gang und Gäbe. Unternehmen, die sich und ihr Können mit bewegten Bildern präsentieren, haben ihren Fuß deutlich weiter in der Tür des nächsten Auftraggebers.
 

Für passenden Content an jedem Tag im Jahr:


 

Die erfolgreichsten Videoformate für B2B

Wie setzen Sie Bewegtbild im B2B-Marketing wirkungsvoll ein? Dazu braucht es eine Unterteilung nach dem Zweck, für den das Video konzipiert wurde. Zu den besonders erfolgreichen Formaten gehören:

  1. Erklärvideo
    Dieses auch Tutorial genannte Videoformat ist eine benutzerorientierte Variante des Produktfilms, wie er beispielsweise auf Messen verwendet wird. Hier wird das Produkt oder die Dienstleistung kompakt und verständlich erläutert. Tutorials sollten jeweils nicht länger als drei bis fünf Minuten dauern und das Wichtigste auf den Punkt bringen. Der potenzielle Geschäftspartner soll danach beurteilen, ob das Produkt für seine Zwecke geeignet ist. Solche Videos können auch von den (Wieder-)Verkäufern eines Unternehmens genutzt und gezielt an die Interessenten weitergeleitet werden.
    Erklärvideos sind mit Abstand das am häufigsten vorkommende Bewegtbildformat und sollten in keinem Content-Marketing- Konzept fehlen: Sie vermitteln den Kunden die Expertise des Unternehmens, schaffen Aufmerksamkeit und sorgen für Reichweite.
  1. Imagefilm
    Hier steht nicht ein einzelnes Produkt im Vordergrund, sondern das Unternehmen an sich. Für was stehen Sie und Ihre Mitarbeiter? Welche Geschichte möchten Sie über Ihre Firma oder Marke erzählen? Gefragt sind hier sowohl kreative optische Ideen als auch ein gutes Storytelling, um den Geist (innerhalb) Ihres Unternehmens zu vermitteln. Ihr potenzieller Geschäftspartner bekommt so einen Eindruck davon, ob Sie auch menschlich zu ihm passen. Denn nicht zuletzt machen Menschen immer Geschäfte mit Menschen.
  1. Testimonial
    In diesem Format steht in der Regel ein Kunde im Vordergrund, der Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung genutzt hat und von seiner – positiven – Erfahrung damit berichtet. Wirkt die Person authentisch, so wirkt dies auch sehr überzeugend auf jene, die über einen Auftrag an Sie nachdenken. Diese Person kann, aber muss definitiv nicht unter der landesweiten Prominenz oder den Top-Influencern auf YouTube & Co. gesucht werden. Der mit Alltagsproblemen konfrontierte (Fach-)Mann oder die –Frau “von nebenan” erfüllen diese Rolle oft weit besser.

 

Dezentes Infotainment statt plumpe Werbebotschaften

Private Videokonsumenten schätzen vor allem entspannende und lustige Inhalte. Diese Sehgewohnheiten lassen sich nicht komplett auf Firmen-Content übertragen, dürfen sich aber daran orientieren: Originelle, heitere Ideen und gut gemachtes Storytelling sind im B2B die Kunst, gleichzeitig emotional positiv zu berühren und sich als verlässlicher Geschäftspartner zu empfehlen. Zu offensichtlich eingewobene Verkaufsbotschaften werden dagegen als aufdringliches Werben empfunden. Sie kommen negativ rüber – und schlimmstenfalls sogar image- und absatzschädigend an.
 

5 FAQs zu B2B-Videos

  1. Budget?
    Wie viel Sie für den Videodreh ausgeben müssen, hängt vom Projekt und von Ihrer Branche ab. In den meisten Fällen zählt die Geschichte aber mehr als eine teure High-End-Produktionsqualität – und die heutige Digitaltechnik ermöglicht bereits gute Aufnahmen mit vergleichsweise geringem Einsatz.
  1. Länge?
    Via Bewegtbild lassen sich viele Eindrücke gleichzeitig transportieren. Und sie bleiben beim Betrachter auch länger im Gedächtnis hängen. Fassen Sie sich deshalb kurz und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Drehen Sie lieber mehrere kurze Episoden statt ein Epos.
  1. Kanäle?
    Wo wollen Sie Ihre Videos präsentieren? Ihre Firmen-Webseite ist der natürliche Rahmen für Ihre Videos, doch dabei sollte es nicht bleiben. Verbreiten Sie jedes neue Video auch über Ihre Social-Media-Kanäle, sodass es alle Ihre beruflichen Kontakte erreicht – diese teilen es vielleicht sogar mit anderen aus Ihrer Branche. Die gebräuchlichsten Plattformen dafür sind YouTube (85 Prozent), Facebook und LinkedIn. Auch TikTok könnte im B2B einschlagen.
  1. Bildformat?
    Bei der Frage um das Bildformat scheiden sich aktuell die Geister: Weil immer mehr Menschen Videos auf ihrem Smartphone sehen, bevorzugen manche inzwischen das Hochformat oder als Kompromiss das Quadrat. B2B-Videos, so zeigte jüngst eine Studie von Vidyard, werden jedoch zu 87 Prozent auf Laptops oder Desktops gesehen – und dort funktioniert das klassische Querformat am besten.
  1. Audio?
    Der Vorteil eines Videos ist das Kompletterlebnis von Bild und Ton. Nicht immer sind die Betrachter allerdings in einer Situation, dass sie auch den Ton hören wollen: Bei der Fahrt mit der U-Bahn oder im Büro mit mehreren Kollegen lässt man ihn lieber stumm. Jedes Video sollte deshalb Untertitel haben, damit die Botschaft trotzdem ankommt.

 

Es lohnt sich

Nicht nur in Ihrem, auch in anderen Unternehmen entscheiden Menschen über zukünftige Geschäftskontakte – keine Maschinen. Diese Menschen wollen zwar Zahlen sehen, sie wollen aber auch wissen, mit wem sie es zu tun haben. Das Medium Video vermittelt ihnen beides schnell und auf unkomplizierte Weise. Bewwegtbild bietet zudem die Chance, Content Marketing auf einem neuen Level zu betreiben – in Sachen B2B-Storytelling sind noch längst nicht alle Szenen abgedreht! Überlegen Sie, welcher Inhalt für Ihre Kunden und Geschäftspartner nützlich ist. Wo können Sie Ihre Expertise unter Beweis stellen, wo können Sie weiterhelfen?
B2B-Videos benötigen eine gute Vorbereitung, eine mehr oder weniger professionelle Umsetzung und eine Verbreitungsstrategie mit Hand und Fuß. Das mag aufwendig klingen – gute Videos haben aber auch viel höheres Potenzial für Evergreen-Content und holen damit den Aufwand wieder herein. Film ab für Ihren Video-Content!
 

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