Content Marketing Ja oder Nein? Zehn Punkte, die Unternehmern die Entscheidung erleichtern
Analysieren, abwägen, besten Weg wählen

Content Marketing bindet potenzielle Kunden über ausgewählte Inhalte an eine Marke. Auf längere Sicht werden viele der Angesprochenen zu echten Kunden. Diese Strategie erfordert von Unternehmen allerdings ein vielschichtiges Engagement über längere Zeit. Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, diese Technik einzusetzen, bietet unser Blog-Beitrag eine Hilfestellung. Erfahren Sie, welche Aspekte es dabei zu beachten lohnt.

Entscheidungshilfe Content Marketing: 10 Punkte – Airmotion Media© Foto: Shutterstock

 

1. Schwerpunkt Inhalt vs. SEO

Auf den ersten Blick scheinen das inhaltsorientierte Marketing und die Suchmaschinenoptimierung (SEO) eng zusammenzuhängen. Letztlich erhält jedoch ein Kunde, der suchmaschinenorientierte Angebote bucht, keine Leistung auf Basis von menschlich-relevantem Content. Denn reines SEO richtet sich an den Crawler der Search Engine und nicht an den Menschen. Doch gute, brauchbare Inhalte werden inzwischen auch immer stärker von Google belohnt, schließlich zielt die Suchmaschine stets darauf ab, den Usern die besten Ergebnisse zu präsentieren.
Auf dem Markt sind auch Online-Marketer vertreten, die beide Ansätze beherrschen und die Leistungen aufeinander abstimmen.
 

2. Content Marketing vs. hohe Kosten

Der Kostenfaktor spielt beim Marketing selbstverständlich eine wichtige Rolle. Aber die Maxime „Je höher der Preis, desto größer die Wirkung“ gilt nicht für die Content-Strategie. Teure Texte einzukaufen und irgendwo unten auf der Website zu platzieren, ist nicht das Ziel. Vielmehr zählt, dass Inhalte bei der Zielgruppe ankommen. Der optimale Content trifft die Interessen oder bringt den Angesprochenen einen Nutzen – sodass sich die Menschen mehr von diesen Inhalten wünschen.

Die praktische Umsetzung kommt ohne die Buchung einer großen Agentur gegen ein hohes Honorar aus. Statt alle Aufgaben auszulagern, läuft das Marketing über Inhalte idealerweise in enger Zusammenarbeit von Agentur und Unternehmer. Schließlich kennt der Auftraggeber sein Business und die Zielgruppen so gut wie kein anderer. In Kooperation mit der Agentur lassen sich maßgeschneiderte Inhalte und Maßnahmen gestalten.
 

3. Testreihe vs. Konsequenz

Den Ansatz mit guter Absicht, aber versuchsweise zu betreiben, erweist sich meist als unbefriedigend. Denn der komplexe Ansatz erfordert viel Engagement der Beteiligten und wirkt halbherzig umgesetzt weniger. Denn dabei handelt es sich um einen Prozess, der mindestens 12 Monate laufen sollte. Danach lassen sich zuverlässige Einschätzungen über die Wirksamkeit der Kampagne für das Unternehmen treffen.
Für Firmen, die zum ersten Mal mit der Strategie über Inhalte auftreten, bedeutet diese Art des Vorgehens eine Umstellung. Hier ist es hilfreich sich das ehrlich einzugestehen, sodass mögliche Unsicherheiten zu Beginn dazugehören.
 

4. Eigene Kampagne vs. fremde Federn

Für eine erfolgreiche Content Strategie eines Unternehmens ist es grundlegend, eine eigene Kampagne zu entwickeln. Ohne Zweifel gibt es bereits zahlreiche beeindruckende Werbeideen bekannter Marken. Bekannte Kampagnen mögen inspirierend sein, sind aber auf keinen Fall Kopiervorlagen. Copy & Paste passen nicht mit hochwertigen Inhalten zusammen.
 

5. Passende Darstellungen vs. Storytelling

Wer sich mit dem Marketing per Inhalt befasst, begegnet meist auch dem Schlagwort „Storytelling“. Diese spezielle Art, die Geschichte einer Marke oder eines Unternehmens zu erzählen, ist bestimmten Situationen eine wirksame Technik. Dann informiert sie Menschen nachhaltig. Einige Marketing-Experten betrachten Storytelling als Bestandteil von Content Strategien. Aber diese Einschätzung trifft längst nicht auf jeden Fall zu. Bei informativen Seiten empfehlen sich immer noch übersichtliche Darstellungen wie Checklisten und Infografiken.
 

6. Leidenschaft für Produkte vs. Big Data

Immer wieder betonen Marketing-Experten, wie die Analyse großer Datenmengen die Wirkung digitale Werbe-Ansätze stärkt. Doch wie relevant ist Big Data bei einer Content-Strategie? Tatsächlich ist es ratsam, diese Kampagne in einer Form zu realisieren, die zum Unternehmen passt. Und muss nicht zwangsläufig über eine dynamisierte, spezifisch auf Zielgruppen antwortende Website erfolgen. Solche Tools sind ohne Frage beeindruckend. Aber längst nicht jedes Unternehmen verfügt über die dafür nötigen Kundendaten. Wirksamer ist es, die Leidenschaft für die Produkte und Engagement für die Kunden zeigen.
 

7. Zielgruppengerechte Darstellung vs. Originalität

Auch die Vorstellung, das Marketing über Inhalte erfordere besondere Kreativität, dauert an. Die Marketing-Technik sei demnach mit originellen Layouts und Einfällen auf der Website zu verbinden. Diese Maxime lässt sich keinesfalls vereinheitlichen. Denn die Art der Darstellung hängt von der Zielgruppe ab. Wenn sie eine konventionelle Darstellung gewohnt sind, empfiehlt sich die Entscheidung, ähnliche Konzepte zu verfolgen. Ein klassisches Layout trägt in diesem Fall viel mehr zum Erfolg bei als ein Design, dessen Innovationspotential an der Zielgruppe vorbeigeht.
 

8. Kunden binden vs. Verkaufen

In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass Marketingverantwortliche die Wirkung einer inhaltsbasierten Kampagne anhand des Produkt-Verkaufs beurteilen. Dies wird der Content-Technik nicht gerecht, denn der Verkaufseffekt ist nie dessen Hauptziel. Es geht darum, durch hochwertige Inhalte die Zielgruppen zu erreichen und Image und Geschäft zu stärken. Alle, die vorrangig auf den direkten Verkauf abzielen, sollten beachten, dass der inhaltsbetonte Ansatz allein dafür nicht der optimale Kanal ist.
 

9. Schlagkräftiges Internet-Marketing vs. Führungsrolle

„Content is king“, lautet einer der bekanntesten Sinnsprüche im Marketing. Allzu leicht entsteht der Eindruck, dass der Content-Strategie eine besondere Rolle unter den Marketing-Techniken zukommt. Tatsächlich ist sie jedoch eine unter mehreren. Sind Sie noch mitten in der Annährungsphase beim Internet-Marketing, bildet das Marketing über Inhalte nicht zwangsläufig die Strategie der ersten Wahl. Wichtig ist es zuallererst, die wesentlichen Voraussetzungen für Online-Marketing zu schaffen: eine anpassungsfähige Website und flexible unternehmensinterne Freigaberegelungen für die Veröffentlichung von Inhalten.
 

10. Check-up: Content Marketing vs. konkreter Bedarf

Was das Marketing über Inhalte von einem Unternehmen erfordert und welche Aussichten auf Erfolg dabei bestehen, hängt von vielen Faktoren ab. Wer noch überlegt, diesen Schritt zu starten, liefert der kleine Fragenkatalog eine Entscheidungshilfe:

1. Erreicht das bisherige Marketing alle Zielgruppen?
2. Haben Sie an Zielgruppen, die Sie bislang nicht erreichen, besondere Botschaften?
3. Nutzen Sie Kanäle, über die Sie diese Botschaften verbreiten können?
4. Wie gut kennen Sie die notwendigen Inhalte? Benötigen Sie Unterstützung?
5. Ist es für Sie sinnvoll, Zielgruppen anzusprechen, auch wenn diese nicht direkt zu Kunden werden?
6. Welches Budget steht zur Verfügung?
 

Sie können sich immer noch nicht wirklich festlegen? Gerne helfen wir Ihnen weiter:

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