2025 ist quasi geschafft – die richtige Zeit, um zu prüfen, wie Du und Dein Unternehmen für 2026 im Online-Marketing aufgestellt sind. Und, um den künftigen Kurs festzulegen. Wie haben die Maßnahmen des zurückliegenden Jahres gegriffen? Wo ließe sich noch etwas optimieren und welche neuen Wege könnten wir gehen? Bei dieser so wichtigen Selbstreflexion und Neuausrichtung passieren oft Fehler, die später nur schwer zu korrigieren sind. Vier grundlegende Gefahrenquellen stellen wir hier vor.

4 Online-Marketing-Fehler, die Sie zu Jahresbeginn abstellen sollten – Airmotion Media© Foto: Shutterstock.com/alphaspirit.it

 

1. Die Ziele nicht kennen

Der Slogan mag abgedroschen klingen, doch besser lässt sich es sich nicht auf den Punkt bringen: Du musst wissen, was Du willst, um zu wissen, was zu tun ist! Frägt man die Verantwortlichen nach den grundlegenden Online-Marketing-Ambitionen ihres Unternehmens, so heißt es zum Beispiel „auf allen wichtigen Social-Media-Kanälen präsent sein“, „mehr Video“ oder, ganz aktuell: „In den KI-Suchergebnissen auftauchen“. Schön und gut, doch auf die Frage nach dem „Warum eigentlich?“ kommt häufig nichts Brauchbares zurück. „Weil es die anderen auch machen“ ist jedenfalls keine hinlängliche Begründung. Nicht jeder neue Trend macht (gleich) Sinn, so wie Altbewährtem auch irgendwann die Luft ausgeht.
Natürlich kommst Du nicht darum herum, im Auge zu behalten, was Deine Konkurrenten tun. Doch genau wie sie zu sein, am besten gleich wie alle von ihnen zusammen, bringt Dich nicht weiter. Du brauchst Deine eigene Strategie. Weit zielführender ist es daher, zu überlegen, was die anderen eben genau nicht machen. Finde die Lücke und arbeite Neues, Unkonventionelles und vor allem: noch Wertvolleres aus. Dann erst solltest Du überlegen, wie und womit Du dies erreichst. Und noch einmal im Lehrsatz-Stil: Wer Marketing erfolgreich betreibt, definiert zuerst die Ziele und wählt dann die spezifischen Marketingtechniken aus, die am besten helfen, diese Ziele zu erreichen – nicht umgekehrt.

 

2. Das Publikum nicht kennen

Nur grob und aus dem Bauch heraus einzuschätzen, wer an Deinem Produkt oder Deiner Dienstleistung interessiert sein könnte, sollte oder müsste, kann ein sehr kostspieliger Fehler sein. Leider kommt er immer noch ziemlich häufig vor. Auch bei Dir? In einer Welt der sozialen Medien und voller (auch kostenloser) Zielgruppenanalyse-Angebote gibt es wirklich keine Entschuldigung mehr dafür, nicht genau zu wissen, wer und wo Deine potenziellen Kunden sind und was diese suchen.
Rufe Dir ins Gedächtnis, dass Deine ganze Performance als Marketer im Wesentlichen darauf beruht, wie gut Du Deine Zielgruppe kennst und mit ihnen in Kontakt trittst. Je besser diese Verbindung ist und gepflegt wird, umso einfacher und zielgenauer können relevante Inhalte her- und bereitgestellt werden – Content, der das Publikum dazu bringt, sich mit Dir und Deinem Angebot zu beschäftigen.
Es lohnt sich, in die Disziplin Zielgruppenanalyse einzutauchen. Denn je tiefer Du das tust, desto einfacher wird es, Deinen Fokus einzugrenzen und Zeit und Geld für Ads und Content aufzuwenden, die (im Optimalfall nur noch) von den richtigen Leuten zur richtigen Zeit gesehen werden.

 

3. Zu wenig Geduld haben

Gib Deinen Online-Marketingmaßnahmen genügend Zeit, um zu wirken und Ergebnisse zu erzielen. Leider gehen viele Entscheider in Unternehmen davon aus, dass aufgrund des schnellen Fortschritts der digitalen Technologien das digitale Marketing mindestens ebenso schnelle Resultate liefern soll. Werden dann keine unmittelbaren (Verkaufs-)Ergebnisse sichtbar, bekommen sie es mit der Angst zu tun und ziehen sich lieber zurück. Hier spielt auch ein, in vergleichbaren Auflistungen oft als eigener Punkt geführter Fehler mit rein: Online-Marketing mit den gleichen Maßstäben wie klassisches Marketing bewerten oder betreiben zu wollen!
Natürlich liegt der Schluss nahe, aufgrund einfacherer Zugänge zu Informationen und schnellerer Verfügbarkeit von Dingen müsse sich alles andere auch rascher ergeben als zuvor. Doch dieser subjektive Eindruck einer schneller drehenden Erde trügt: So sehr die digital-vernetzte und künstlich-intelligente Welt auch Gas gibt – die Zielgruppe, die Du ansprechen möchtest, ist und bleibt menschlich. Und die Menschen nehmen sich Zeit, bis sie wirklich Engagement zeigen. Aufgrund der heutigen Informationsflut dauern Auswahl und Entscheidungen oft länger.
Hinzu kommt die „Gunst“ und der Zeitverzug der Suchmaschinen: Die Algorithmen müssen zunächst eine Weile gearbeitet haben, bis Deine Zielgruppe die von Dir veröffentlichten Inhalte das erste Mal zu Gesicht bekommen. Und dann braucht es meist mehrere Anläufe, bis sich ein potenzieller Kunde mit den für ihn relevanten Angeboten ernsthaft befasst. Daher heißt es, geduldig dran bleiben und regelmäßig mit gleichbleibender Qualität nachlegen, denn Konsistenz und Kontinuität sind die Schlüssel zum Marketingerfolg.

 

4. Die Daten nicht verstehen

Noch ein „Übel“ der fortschreitenden Digitalisierung: Es stehen Dir plötzlich so viele Daten zur Verfügung, dass Du stunden- und sogar tagelang in Zahlen und Statistiken schwelgen könntest. Doch sind auch die richtigen Daten dabei? Und wenn ja, weißt Du, was Du damit anfangen sollst?
Es gilt also herauszufinden, welche Daten relevant sind. Leider gibt es hier keine universelle Schablone, zu unterschiedlich sind die Unternehmen. Wirf daher einen Blick auf Deine individuellen Ziele und „übersetze“ Dir diese in KPIs. Hast Du die richtigen Daten erst einmal dingfest gemacht, so ergibt sich gleich ein weit klareres Bild, was funktioniert und was nicht.
Dann nutzt Du Google Analytics und andere Tools, um fortlaufend detaillierte Informationen zu Deiner Sichtbarkeit, dem Traffic auf Deiner Seite etc. zu erhalten. Bleib agil und darauf vorbereit, schnell anzuhalten und Deine Strategie nachzuoptimieren, wenn es irgendwo haken sollte.

 

Fazit

Die genannten vier Fehler, oder besser gesagt „Fehlerzonen“ fassen ein Reihe der Versäumnisse zusammen, die im digitalen Marketing häufig und immer wieder auftauchen. Oft steckt der Fehler im (hier nicht explizit genannten) Detail einer der vier Themenbereiche. Und nicht weniger oft, aber umso folgenreicher liegt der Hund in gleich mehreren dieser Bereiche begraben. Nutze unseren kleinen Reminder für die Selbstanalyse zum Start ins neue Content-Marketing-Jahr, dann kann kaum etwas schiefgehen!
 

Guter Content, da wo ihn die Zielgruppe findet: