So geht Ihrer Content-Strategie nicht die Luft aus
Kontinuität und Beständigkeit zahlen sich aus – erst recht im Content Marketing

Mit das Wichtigste für eine erfolgreiche Content-Strategie ist Kontinuität. Dabei lassen sich Parallelen zum Besuch eines Fitnessstudios ziehen. Eine einzige Trainingseinheit macht noch keinen Unterschied – erst die Kombination aus Beständigkeit und Kontinuität schafft eine solide Grundlage für die gewünschten Ergebnisse. Gleiches gilt auch für die Content-Marketing-Strategie. Hier braucht es nicht ein einziges Mal sehr guten Inhalt, sondern fortlaufend Content, der vom Zielpublikum gelesen und geteilt wird.

Content Marketing: Ja oder nein? – Airmotion Media© Foto: Pavel1964/Shutterstock

 

Langfristig erfolgreich sind diejenigen, die auf einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) setzen. Hier greift die zentrale Idee von Dr. W. Edward Deming, der in Japan Anfang der 1950er Jahre das Prinzip KAIZEN populär gemacht hat. Dabei steht nicht nur die konkrete Zielerreichung im Mittelpunkt, sondern auch ein kontinuierlicher Prozess der schrittweisen Verbesserung, um langfristig erfolgreich zu sein.

Genau an dieser Stelle lässt sich ansetzen. Bei der Content-Strategie geht es natürlich um Zahlen, Daten und Fakten. Wer aber über einen langen Zeitraum erfolgreich sein will, der braucht als Fundament nicht nur einen Fokus auf Quantität, sondern mehr und mehr auch auf Qualität, um mittels Beständigkeit mit guten Themen und Inhalten am Ball zu bleiben.

Passiert das nicht, weil der Schwerpunkt zu sehr auf Klicks und Rankings liegt, dann zeigt sich das bereits nach kurzer Zeit auch an den Ergebnissen. Rein datengetriebene Inhalte erfüllen langfristig keinen Zweck und landen auf der digitalen Müllhalde. Nicht zuletzt merkt man auch den Texten an, dass es ihnen an Konsistenz fehlt.
 

Wie eine erfolgreiche Content-Strategie auf ein solides Fundament setzt

Qualitativ hochwertige Inhalte und eine kontinuierliche Content-Strategie sorgen dafür, dass die jeweiligen Inhalte für das Publikum relevant werden und bauen eine Verbindung auf. Im Optimalfall steigt die Markenbindung dadurch mit jedem einzelnen Content-Piece. Jedes einzelne Posting ist somit wie eine weitere Kniebeuge – und mit jeder Kniebeuge werden die Muskeln stärker.

Natürlich hat jeder seine eigene Sichtweise, wenn es um die qualitative Bewertung von Inhalten geht. Der eine legt Metriken fest, um mit diesen den qualitativen Wert des Contents zu bestimmen. Andere greifen zu Content, der möglichst viele Emotionen bei der Leserschaft hervorruft. Doch um hochwertige Inhalte zu erstellen, braucht es nicht nur eine gute Auswahl an Themen, sondern auch Konsistenz in Sprache, Aufmachung und Inhalt.
 

1. Der Stil muss erkennbar sein

Wirklich erfolgreicher Content hat einen einheitlichen Stil, der den Lesern vertraut ist. Über diesen Weg wird der Content zu einem Freund, den man (er)kennt, die Inhalte sind leicht verdaulich und lassen sich schnell aufnehmen. Gerade hier zeigt sich, wie wichtig Kontinuität ist. Früher war es die Titelseite der Bild-Zeitung, die schon von weitem als solche erkennbar war. Heute sind es Online-Beiträge von Buzzfeed, Fokus oder Spiegel, die sofort an ihrer Aufmachung auszumachen sind. Der passende Stil, der über lange Zeit gepflegt und beibehalten wird, sorgt für die gewünschte Aufmerksamkeit und fesselt Besucher so, dass diese gerne immer wieder zurückkommen.

2. Das richtige Wort zur richtigen Zeit

Neben dem Stil in Sachen Bildsprache, Layout und Aufmachung zeichnet sich auch das geschriebene Wort als stilprägendes Element aus. Schon am ersten Absatz erkennen die Leser den Unterschied. Idealerweise wissen Leser sofort, dass sie auf der richtigen Seite sind. Somit hat auch in Wort und Sprache Konsistenz einen hohen Stellenwert. Ein professioneller Ton sollte sich durch alle Beiträge genauso wie ein roter Faden ziehen, wie ein entspannter Dialog. Schon alleine die Ansprache des Lesers macht hier den Unterschied und entscheidet darüber, ob der Beitrag als konsistent wahrgenommen wird.

3. Das passende Thema

Bei hochwertigem Content geht es weniger darum, über das zu schreiben, was die Redaktion für wichtig hält. Entscheidend sind Inhalte, die Leser als spannend, wichtig und unterhaltsam einstufen. Somit lautet die zentrale Frage auch hier immer: Was interessiert Leser, was wollen sie wissen und welche Probleme sorgen für schlaflose Nächte? Je besser das Thema passt, umso mehr werden die Leser dazu angeregt, den Text zu lesen, weiter im Inhalt zu scrollen oder weitere passende Inhalte auf der Website zu entdecken.
 

Alles ist wichtig, damit die gewünschte Wirkung Wirklichkeit wird

Jeder einzelne Punkt hat seine Wirkung im Rahmen der Content-Marketing-Strategie. Alles sollte bestmöglich passen und jedes einzelne Stück Content funktioniert wie eine weitere Strebe, die das Gesamtbauwerk noch stabiler werden lässt. Wichtiger als die nackten Zahlen, Daten und Fakten ist die tatsächliche Verbindung zum Leser.

Es geht also weniger darum, beliebigen Content nacheinander zu veröffentlichen, nur um eine gewisse Anzahl von Veröffentlichungen zu erreichen. Vielmehr geht es darum, den Leser und sein Publikum zu berühren bzw. tatsächlich zu erreichen.
 

Wie lässt sich ein konsistenter Content-Marketing-Plan entwickeln?

Ein konsistenter Plan für wirkungsvolles Content-Marketing setzt auf vier Punkte:

1. Zielsetzung
2. Planung
3. Verbreitung
4. Kontrolle

Zielsetzung: Alles beginnt mit der Zielsetzung. Hier geht es darum, Leser-Personas zu erkennen und die Inhalte zu liefern, die gewünscht und erwartet werden. Leser sind an dieser Stelle positive Egoisten, die nur das lesen, was sie interessiert.

Planung: Von der Zielsetzung ausgehend gilt es, einen Zeitplan für die Veröffentlichungen zu planen. Letztlich gibt hier der Leser den Takt vor. Darauf basierend lassen sich Themen planen, Verantwortlichkeiten klären und die Frequenz der Veröffentlichungen festlegen. Am Ende steht ein Inhaltskalender, der sich am Leser orientiert. Idealerweise bildet dieser Kalender den gesamten Prozess so übersichtlich ab, dass jeder genau weiß, welche Ziele verfolgt werden, welche Themen im Fokus stehen und wer für welche Aufgaben eingeteilt ist.

Verbreitung: Bei der Verbreitung der jeweiligen Inhalte zählt nicht nur die Menge, sondern auch die Verbindung zum Leser. Nur interessierte und begeisterte Leser kommen wieder. Wie eben bereits erwähnt: Leser sind Egoisten, denn sie lesen nur das, was sie am meisten interessiert. Somit gilt es, sein Publikum zu erreichen und zu begeistern. Hierzu braucht es auch einen Plan für das Ausspielen des jeweiligen Contents der klar zeigt, welche Kanäle bedient werden und wie die jeweiligen Kanäle genutzt werden.

Kontrolle: Ohne funktionierende Mechanismen zur Erfolgskontrolle ist jede Content-Marketing-Strategie zum Scheitern verurteilt, denn am Ende lässt sich nicht nachvollziehen, was tatsächlich funktioniert hat – und was nicht. Von daher braucht auch eine konsistente Content-Marketing-Strategie die passenden Werkzeuge, um das zu messen, was gemessen werden kann.
 

Fazit

Es ist immer eine gute Idee, die Konsistenz des Contents und der Content-Marketing-Strategie auf den Prüfstand zu stellen und herauszufinden, ob auch alles „wie aus einen Guss“ ist. Außerdem sollte immer berücksichtigt werden, dass die Leser im Mittelpunkt stehen und es gilt immer, das zu liefern, was sie erwarten bzw. wonach sie suchen. Mit Konsistenz im Content-Marketing entsteht so langfristig eine bessere User Experience – und die zahlt sich aus.
 

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