Search Engine Marketing – was ist das eigentlich?
SEO und SEA verständlich erklärt

27. April 2017 SEO/SEA 0 Kommentare

Das Suchmaschinenmarketing (Search Engine Marketing, kurz: SEM) ist ein heißes Eisen in der heutigen Online-Welt, das jedes Unternehmen im Rahmen seines Content-Marketing-Engagements unbedingt mitschmieden sollte. Es befasst sich mit allen Maßnahmen, welche die eigene Webpräsenz in den Suchmaschinen möglichst hochrangig positionieren, um damit erhöhte Reichweite zu erreichen:
Wer SEM erfolgreich betreibt, landet bzw. „rankt“ unter den ersten Treffern der Google-Suche, wird schnell gefunden und erhält mehr Traffic.

Search Engine Marketing (SEM)© Foto: Rawpixel.com/Shutterstock

 
SEM besteht aus den beiden Teilbereichen SEO (Search Engine Optimization – Suchmaschinenoptimierung) und SEA (Search Engine Advertising – Suchmaschinenwerbung).

SEA

beschäftigt sich mit den bezahlten Werbeeinblendungen innerhalb der Suchergebnisseiten. Es wird auch „Keyword Advertising“ genannt, denn es wird hierbei auf bestimmte Schlüsselwörter bzw. Suchbegriffe gebucht, bei denen Werbung in Form von Textanzeigen, Display Ads, Gadget Ads oder Video Ads ausgeliefert wird.
Google AdWords ist dabei das weltweit relevanteste SEA-System. Mit seiner Hilfe kann ein Online-Werbetreibender vorab festlegen, dass eine Anzeige nur in den Ergebnissen für eine Suche nach den genannten Begriffen oder thematisch passenden Seiten dargestellt werden soll. Dies ermöglicht eine gezielte Ausrichtung an den Interessen der Besucher und reduziert die Streuverluste.
Seine gewünschten Key- bzw. Adwords oder auch Adword-Kombinationen sichert sich der Werbetreibende, indem er sie in Google Ads zu einem gewissen Cost-per-Click (CPC) „ersteigert“. Die so entsprechend festgelegten Gebühren fallen für den Werbetreibenden erst an bei einer tatsächlichen Aktion des Nutzers – einem Klick auf die Anzeige und dem damit einhergehenden Besuch auf der verlinkten Webseite dahinter. Der CPC pro Adword variiert ständig – zwischen wenigen Cent und einem höheren zweitstelligen Euro-Betrag – je nach Nachfrage bzw. Einschätzung der Werbetreibenden, mit dem jeweiligen Adword Erfolg zu haben. Und das ist gerade das Pikante bei alledem:
Google gibt keine Garantie, dass eine Anzeige eingeblendet wird, sogar wenn es für die festgelegten Suchbegriffe keine konkurrierenden Anzeigen gibt. Die Entscheidung ob und zu welchem Preis ein Zuschlag – eine Anzeigeneinblendung – erfolgt, trifft am Ende ganz allein Google, oder besser: sein kaum durchschaubarer, regelmäßig veränderter und streng unter Verschluss gehaltener Algorithmus.

Weitere Würze erhält die Thematik Werbeeinblendungen mit der seit Jahren zunehmenden Beliebtheit von AdBlockern. Mit diesen können die User statische Online-Anzeigen einfach unterdrücken – selbst die von Google präferierten SEA-Ads. Eine Antwort auf diese werbeschädliche Entwicklung ist Native Advertising.

SEO

befasst sich mit der „organischen“ Auffindbarkeit in Suchmaschinen. Organisch bedeutet, dass man keine Anzeigenplätze kauft, sondern seine Webauftritte im Hinblick auf die Funktionsweise der Suchmaschinen selbst (oder durch einen darauf spezialisierten Dienstleister) anpasst, um dann in den „natürlichen“ Suchergebnissen hoch zu ranken.
SEO ist wichtig, ist sie doch einer der ersten Schritte, um mit Content Marketing Geld verdienen zu können: Sie müssen sichtbar sein, das bedeutet, Ihre Webseite muss mindestens auf der dritten Search Engine Result Page (SERP) erscheinen.
Das Faszinierende an der Suchmaschinenoptimierung ist, dass Sie diese theoretisch ganz allein und ohne Extrakosten wie den „Einkauf“ von Keywords betreiben können: Ihre Inhalte, Texte, Bilder, Videos, Überschriften, Links und selbst gesetzten Keywords bestimmen die „Visibility“.
Die „Usability“ Ihrer Seite spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle. Denn auch danach bewerten Suchmaschinen die Angebote im Netz und lassen sie in das Ranking einfließen. Content, Navigation und Struktur Ihrer Webseite sollte also möglichst nutzerfreundlich sein – auf allen Seiten Ihrer Webpräsenz!

Die nachstehende „SEO Checkliste“ von Moritz Bauer fasst einige der wichtigsten Regeln erfolgreicher Suchmaschinenoptimierung praxisnah zusammen:

SEO-ChecklisteQuelle: Bauer, Moritz (2016), derdigitaleunternehmer.de

Fazit

Erfolgreiches SEM zu betreiben, ist keine allzu große Kunst (eher schon eine Wissenschaft). Wohlgemerkt erfolgreiches, nicht perfektes SEM: das nämlich ist schier unmöglich, da es vor allem aufgrund der (gewollt) nie gänzlich durchschaubaren, immer wieder sich wandelnden Welt von Google kein Patentrezept für den stets idealen Umgang mit dem „Subjekt Suchmaschine“ gibt.
SEM ist ein hart umkämpftes Feld, die Konkurrenz ist groß und es erfordert einiges an Know-how und Erfahrung, AdWords-Kampagnen profitabel zu gestalten oder Webseiten laufend auf höchster organischer Auffindbarkeitsstufe zu halten. Dennoch können Sie oben mitschwimmen, wenn Sie sich in die Materie eingearbeitet haben und laufend am Ball bleiben. Es gibt unzählige Fachseiten und praktische Anleitungen im Web, mit denen Sie sich SEO- und SEA-Kompetenz aneignen und up-to-date halten können.
Je nach Branche und Anzahl der Wettbewerber wird das jedoch schnell zum Vollzeitjob. Sofern sie es sich leisten können, stellen Unternehmen daher einen eigenen Mitarbeiter für SEA und SEO ab oder ein. Oder sie holen sich Unterstützung von einem externen Dienstleister: wahlweise nur für SEM oder, um den Vorteil seines Gesamtüberblicks zu nutzen, gleich im Paket mit weiteren Online- und Content-Marketing-Leistungen. Zum Beispiel einen mit redaktioneller Kompetenz wie die Airmotion Media GmbH, denn gerade in punkto SEO spielen hochwertige Inhalte die erste Rolle.

 

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