Die Vermarktung im Internet mit der Hilfe von Inhalten ist einer der neusten und erfolgreichen Trends für das Online Marketing. Denn das sogenannte Content Marketing ist nicht nur eine weitere Form der möglichen Online-Werbung, sondern bietet auch echten Mehrwert für die User. Als besonders beliebt haben sich in den letzten Monaten und Jahren die Sponsored Posts erwiesen. Diese werbefinanzierten Inhalte sind eine Ergänzung zu Native Ads sowie Advertorials – und eine interessante Option, wenn es um Online-Marketing geht.

Was sind die Unterschiede?

Dass das Thema der Sponsored Posts in den letzten Jahren so wichtig geworden ist, liegt natürlich an der beständigen Suche nach neuen Möglichkeiten, im Internet Geld zu verdienen bzw. erfolgreich zu werben. Vor allem die deutschen Ableger von US-Portalen wie BuzzFeed oder die Huffington Post haben die Werbeform hierzulande salonfähig gemacht. Besonders in Kombination mit Affiliate Marketing oder Content Marketing auf Blogs sind die Mehrwert-Anzeigen in Textform längst eine Ergänzung oder sogar Alternative zu bestehenden Werbe-Konzepten geworden. Es geht darum, den Kunden eine Werbebotschaft zu vermitteln, ohne den mitunter aufdringlichen Eindruck von echter Werbung zu geben. Wichtig ist es aber, dass die Unterschiede zwischen Native Ads, Advertorials und Sponsored Posts zu verstehen. Das ist nicht nur für die Unternehmen wichtig, sondern vor allem für die Betreiber der Blogs und Webseiten.

  • Advertorial: Am ehesten lassen sich die Advertorials mit (Dauer-)Werbesendungen im Fernsehen vergleichen. Zwar wird durchaus ein interessanter Beitrag gebracht, dieser dreht sich aber fast ausschließlich um ein Produkt oder eine Dienstleistung und hat rein werbenden Effekt. Die Präsentation ist lediglich deutlich ansprechender als bei den ewig blinkenden Bannern und PopUps des Web 1.0.
  • Native Ads: Meist bedienen sich die Native Ads eines ähnlichen Aufbaus wie Advertorials. Wichtig bei dieser nativen (=natürlichen) Form der Werbung ist aber, dass die Beiträge sich nahtlos in die Seite einfügen, auf der sie erscheinen. So ist das Native Ad optisch oft nicht vom normalen redaktionellen Beitrag zu unterscheiden – bis auf die Kennzeichnung als Werbung natürlich.
  • Sponsored Posts: Die Sponsored Posts fassen die verschiedenen Methoden zusammen – und gehen darüber hinaus. Sie sind nativ eingebunden, aber es geht vor allem darum, dass der Nutzer am Ende einen Mehrwert durch die Inhalte erhält. Es kann um ein Produkt gehen, die Informationen im Allgemeinen stehen jedoch für den Leser im Vordergrund. Der Werbetreibende tritt oft nur als Absender auf, stellt sich und sein Produkt aber in den Hintergrund.

Während vor allem Werbe-Banner und -Popups sich in den letzten Jahren immer häufiger als eine Störung für den Leser darstellen, haben die Native Ads bei den meisten Besuchern einen sehr guten Ruf. Werden die Daten verglichen, haben diese eine weitaus höhere Glaubwürdigkeit – und konvertieren entsprechend besser. Heißt: Ein Leser klickt lieber auf einen redaktionellen, von einem Werbepartner gesponserten Artikel, als auch eine Standard-Anzeige. Das liegt natürlich daran, dass bei dieser Form der gesponserten Posts der Inhalt für die Besucher im Vordergrund steht. Aber es geht in solchen Fällen auch immer um die Transparenz und die Offenheit mit den eigenen Besuchern.

Die rechtliche Lage bei gesponserten Beiträgen

Im deutschen Presserecht wird von Zeitungen oder Webseiten verlangt, dass sie ihre redaktionelle Arbeit und Anzeigen strikt voneinander trennen beziehungsweise sie entsprechend ihrer Art und Weise kennzeichnen. Zwar gibt es noch keine wirklichen konkreten Urteile, wie sich das Presserecht auf einen kommerziellen Blog oder die Webseite anwenden lässt, die nicht von einem Verlag stammt, das Prinzip dahinter steht aber. Es ist nicht nur im Sinne der Leser, dass die werblichen Inhalte entsprechend gekennzeichnet werden. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Mit der eindeutigen Kennzeichnung “Anzeige” ist man ebenso auf der sicheren Seite, wie mit der Begrifflichkeit “Sponsored Post”. Aber es hat noch mehr Gründe, warum man auf diese Dinge bei der Veröffentlichung von Inhalten achten sollte.

Hier geht es auch immer um die Glaubwürdigkeit. Über viele Jahre wurde versucht, werbende Inhalte in der redaktionellen Arbeit zu verstecken. Dies hat in vielen Zeitungen zu Skandalen geführt. Gerade im Internet haben viele Umfragen herausgefunden, dass eine klare Kennzeichnung der Inhalte eher Glaubwürdigkeit bringen kann. Die Besucher fühlen sich besser informiert und erhalten Vertrauen zu dem Medium, das die Botschaften veröffentlicht oder für deren Inhalt zuständig ist. Eine klare Kennzeichnung kann also ebenso als ein Argument für die Vermarktung und das allgemeine Online Marketing betrachtet werden. Zudem bestehen auch viele Werbetreibende inzwischen darauf.

Fazit: Chancen für Werbetreibende und Publisher

Auf der Suche nach Möglichkeiten für die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen über das Internet spielen Blogs und Webseiten inzwischen eine wichtige Rolle. Sie haben in der Regel eine große Leserschaft in den entsprechenden Fachbereichen und gelten als neutrale Berichterstatter. Für Werbetreibende sind gute Native Ads eine interessante und vor allem effektive Lösung, die eigenen Marken zu bewerben. Für Besitzer von Webseiten ist es eine zusätzliche Möglichkeit, Erlöse zu generieren. Wichtig sind nur die qualitative Verarbeitung und die richtige Kennzeichnung. Dann ist es für beide Seiten eine sehr gute Möglichkeit, mit dem Marketing durch Inhalte die eigene Zielgruppe anzusprechen und zu gewinnen.